Historie

Im Rahmen der Breitbandinitiative Kärnten erfolgte einerseits die Schaffung der Basisinfrastruktur für Breitband-Internet in Kärnten, andererseits wurde mittels Stimulierungsmaßnahmen Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung und bei Unternehmern betrieben, um diese hochwertige Infrastruktur auch einer entsprechend hochwertigen Nutzung zuzuführen. Folglich findet dieses nachhaltige Projekt auf zwei Ebenen statt: Erstens wird gewährleistet, dass Kärnten flächendeckend mit einer hochwertigen Breitbandinfrastruktur erschlossen und versorgt wird, zweitens wird das Interesse der Bevölkerung für das Medium Internet mittels bewusstseinsbildender Maßnahmen gesteigert und so gleichzeitig die Nachfrage und die Nutzung erhöht.

Basis aller Überlegungen war der bestehende Versorgungsgrad sowie Nutzungsgrad in Kärnten im Jahr 2003. Demnach waren zu diesem Zeitpunkt lediglich rund 60% der Haushalte in Kärnten mit Internet potenziell erreichbar (Versorgungsgrad, Platz 7 im Bundesländervergleich) und nutzten lediglich 30% dieses Medium (Nutzungsgrad, Platz 9 im Bundesländervergleich). Heute nutzen mittlerweile 75% der Kärntner Bevölkerung (Quelle: GfK Online Monitor, 3. Quartal 2010) das Internet, dies entspricht einer Steigerung von 150% (!) und Platz 2 im Bundesländervergleich.

Basis war die Breitbandinitiative des Bundes 2003, wobei Kärnten sowohl inhaltlich als auch in der Zieldefinition die Initiative extrem erweitert hat. Das Projekt wurde bei der Europäischen Kommission einzelnotifiziert und europaweit ausgeschrieben. Der Zuschlag erfolgte im Jänner 2006. Zugrundegelegt war ein Ausbaumodell mit einer Flächendeckung von 98% der Kärntner Haushalte und Betriebe, sowie ein qualitatives Stufenmodell des Ausbaus von zumindest 1 Mbit/s bis 30 Mbit/s. Der infrastrukturelle Ausbau war 2010 abgeschlossen.

Begleitend dazu erfolgten bewusstseinsbildende Maßnahmen, um die Bevölkerung auf die neuen Möglichkeiten aufmerksam zu machen. In diesem Zusammenhang wurden 75 Projekte initiiert und umgesetzt, welche die verschiedenen Zielgruppen von Jugend bis Senioren erreichten. Die Projekte erstreckten sich von Wettbewerben über Schulungsmaßnahmen bis hin zu Forschungsprojekten mit dem Ziel, neue Inhalte, Applikationen und Dienste zu generieren.

Im 1. Quartal 2009 wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie eine österreichweite Evaluierung der Breitbandinitiative 2003 des Bundes durchgeführt. Der daraus resultierende Bericht bestätigt den Erfolg der Breitbandinitiative Kärnten. Insgesamt flossen 49% der österreichweiten Fördermittel nach Kärnten. Kärnten schöpfte die Bundesförderung voll aus und liegt gemäß Evaluierung BMVIT 2009 im Bundesländervergleich betreffend der Anzahl der versorgten Einwohner in den bislang unversorgten Gebieten auf dem 2. Platz.

 

Erfolge

Seit 2005 konnte das Bundesland Kärnten in Hinblick auf Breitbandversorgung zahlreiche Erfolge verbuchen.

  • Auszeichnung 4 europäischer Kommissionen unter den besten 3 von 250 Regionen
  • Evaluierung BMVIT 2009
    • 49% der österreichweiten Fördermittel flossen nach Kärnten
    • Kärnten schöpfte als einziges Bundesland die Fördermittel aus
  • Internetnutzung von 30% (2005) auf 75% gesteigert
    • Zuwachs von 150% (!)
  • Steigerung der Breitbandinternet Neuanschlüsse in Kärnten seit 2006 um rund 95%; Zuwachsraten der Neuanschlüsse derzeit 12% über dem Österreichschnitt
  • Die ersten Cybercities Österreichs Villach und Klagenfurt (30 Mbit/s in jedem Haushalt)
  • Die Nutzer dieser Cybercities beanspruchen das 10fache(!) Datenvolumen gegenüber dem Restösterreicher